05.09.2017 — Berenberg kauft weitere Schiffskredite an

Hamburg. Die Privatbank Berenberg hat gemeinsam mit einem japanischen Finanzdienstleister ein weiteres Schiffskreditportfolio der Royal Bank of Scotland (RBS) in Höhe von rund 460 Mio. US-Dollar gekauft. Dabei handelt es sich um sogenannte Performing Loans, also „gesunde“ Kredite, die mit Investment-Grade-Status bewertet sind.

Die von Berenberg erworbenen Kredite fließen zum einen in den Luxemburger Schiffskreditfonds „Berenberg Alternative Asset Fund“. Zum anderen wurde ein Teil der erworbenen Kredite an weitere Drittinvestoren vermittelt. Berenberg hatte bereits Ende letzten Jahres ein Portfolio der RBS über rund 300 Mio. US-Dollar für den Berenberg Alternative Asset Fund angekauft und bietet damit institutionellen Investoren die Möglichkeit, sich an einem Schiffshypotheken-Kreditportfolio zu beteiligen. Dabei fungiert die Privatbank als exklusiver Berater und kümmert sich um das laufende Management der Kredite.

Berenberg ist ebenfalls für die Schiffskredite, die von dem japanischen Finanzdienstleister erworben wurden, als Asset Manager tätig. „Wir sind für das gesamte Bankgeschäft der Kreditnehmer zuständig und übernehmen die Kreditadministration sowie das Reporting“, sagt Philipp Wünschmann, Leiter Shipping bei Berenberg. Dabei bringt Berenberg seine langjährige Schifffahrts- und Schiffsfinanzierungskompetenz ein. „Es zeigt sich, dass man mit entsprechendem Know-how auch in anspruchsvollen Märkten attraktive Lösungen für Kunden und Investoren schaffen kann“, sagt Wünschmann. „Mit der Kombination aus dem Kauf von Schiffkreditportfolios und deren Asset Management bauen wir unser Dienstleistungsgeschäft für Kunden und institutionelle Investoren weiter aus und sehen hier gute Wachstumsmöglichkeiten.“ In den letzten zwölf Monaten hat Berenberg ein Volumen von etwa 1 Mrd. US-Dollar an Schiffskrediten bewegt.